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Stillstand am Rathausplatz

Die Diskussion um die Neugestaltung von IAZ und Postgelände gerät mehr und mehr zur Posse. Statt endlich mit zielgerichtetem und zeitnahem Handeln das Baurecht zumindest einer Immobilie zu ermöglichen, wird weiter Zeit und Geld verschwendet. Wir sind leidenschaftliche Verfechter von städtebaulichen Wettbewerben, nur müssen diese zur rechten Zeit und mit klaren Zielvorgaben ausgelobt und durchgeführt werden. Dazu sollte man aber auch wissen, was man will.

Bereits 2002 haben wir in einem Artikel im LLA darauf hingewiesen, dass dank der Ansiedlung immer größerer Märkte an den Rändern des Gewerbegebietes der Standort IAZ in Schieflage geraten wird. Vor etwa zehn Jahren wurde noch unter BM Rolf Zeitler von der seinerzeitigen Verwaltergesellschaft, welche auch im Besitz von erheblichem Teileigentum war, ein ehrgeiziges Projekt vorgestellt. Es sollte ein riesiges Einkaufszentrum über den gesamten Bereich von IAZ, Post und Parkplatz entstehen. In der Folge wurden andere Teileigentümer aufgekauft. Das Projekt ist gescheitert, weil der unmittelbare Zugang vom Rathausplatz zur S-Bahn bei geschlossenem Einkaufszentrum unterbrochen worden wäre, die Zufahrt zu den Parkplätzen auf den Dächern über die Le-Cres-Brücke erfolgen sollte und ganz nebenbei gehörte das Postgrundstück eben der Post und stand auf absehbare Zeit nicht zur Verfügung. Zudem gelang es nicht, alle Einheiten im IAZ zu erwerben. Seither ist nichts mehr geschehen.

Seit Jahren konnten alle Beteiligten beobachten, wie sowohl das IAZ heruntergewirtschaftet wurde und der Rathausplatz an Attraktivität einbüßte. Ebenso seit Jahren bemühen wir uns in allen diesbezüglichen Sitzungen, den Stadtrat davon zu überzeugen, dass gehandelt werden muss. Eine gemeinsame Entwicklung von Post und IAZ ist weder erforderlich noch zielführend. Wäre dem so, gäbe es nirgends auf der Welt innerörtliche Plätze.

Jahrelang hat man der negativen Entwicklung zugesehen, ohne unseren Sorgen Gehör zu schenken. Jetzt ist das Kind im Brunnen, und Edeka hat den Platz verlassen. So zu tun, als sei man von dieser Entwicklung überrascht worden, ist scheinheilig. BM Christoph Böck bezeichnet zudem die Tatsache, dass das IAZ mehreren Teileigentümern gehörte, als „Geburtsfehler“. Zur Entstehungszeit nannte man diesen „Geburtsfehler“ Bauherrenmodell. Das war eine durchaus sinnvolle Möglichkeit, auch für Menschen mit kleinerem Einkommen, Immobilienbesitz zu erwerben.

Nicht einmal die Tatsache, dass der schlimmste Fall jetzt eingetreten ist, nämlich dass in einem Radius von 500 Metern um das IAZ etwa 10.000 bis 12.000 Menschen Ihre Einkaufmöglichkeiten verloren haben, löst den Willen zu raschem Handeln aus. Statt der notwendigen baurechtlichen Weichenstellungen zumindest für das Postgrundstück, wird ein Feigenblättchen vor das angerichtete Desaster gehalten. Mit einem Supermarkt-Bus, welcher einmal pro Woche eine Stunde am Rathausplatz anhält, sollen die Bedürfnisse der betroffenen Bürger gestillt werden.

Unsere Vorbehalte gegen den nun mehrheitlich beschlossenen städtebaulichen Wettbewerb wurden von einer Kollegin der SPD mit der Bemerkung kommentiert: „Die Versorgungslage in Unterschleißheim ist keineswegs schlecht. Wir haben doch 14 Supermärkte und Diskounter am Ort.“ Meinte sie am Ende damit: „Wer Hunger hat, soll sich gefälligst bewegen“? So eine Haltung ist weder qualifiziert noch zielgerichtet und schon gar nicht sozial. Hat eigentlich schon einmal jemand darüber nachgedacht, wieviel zusätzlicher Verkehr dadurch entsteht, dass all diese Bürger mit Bus und PKW in die Bezirksstraße und ins Gewerbegebiet fahren müssen und welch eine Belastung das für Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit ist?

Ein „gesamtheitliches Konzepts“ wird schon seit Jahren versprochen, aber was das sein soll und welches Ziel hierbei verfolgt wird, weiß bis heute keiner der Akteure so richtig. Was soll der Wettbewerb im Übrigen Neues bringen? Der Platz ist durch unverzichtbare Wegeverbindungen definiert. Die Baukanten ergeben sich aus dem Bestand. Allenfalls die Geschossigkeit und der Umgang mit dem Parkplatz könnten thematisiert werden.

Wenn der politische Wille zur Entwicklung des Rathausplatzes tatsächlich so gefestigt ist, wie in all den Leserbriefen von Frau Harms und Herrn Böck zu lesen war, und wenn man sich tatsächlich von diesem Plangutachten so viel Erkenntnisgewinn verspricht, wie behauptet wird, stellt sich natürlich die Frage, warum der Wettbewerb nicht schon vor fünf Jahren durchgeführt wurde. Die Vermutung, dass die ganze Sache lediglich über die Kommunalwahl 2020 hinausverschoben werden soll, drängt sich förmlich auf.

Martin Reichart, Heidi Kurz
Freie Bürgerschaft