Bereits vor etwa 15 Jahren wurden aufgrund der Ergebnisse einer Brandbeschau und aufgrund der ständigen Undichtigkeiten im Glasdach des Rathausfoyers über Saniermöglichkeiten nachgedacht. Statt den pragmatischen Weg einer erhaltenden Sanierung zu beschreiten, wurde immer wieder an Abbruch und Neuerstellung gedacht. Der Gipfel der Absurdität wurde dann 2017 aufgetischt, wonach das gesamte Foyer entfernt und etwas größer mit nach außen geneigten Glasdachflächen für die Schnäppchensumme von über 12 Mio € wieder errichtet werden sollte.

Die hartnäckigen Versuche der Freien Bürgerschaft, den Stadtrat davon zu überzeugen, dass eine Sanierung für einen Bruchteil der Kosten und vor allem unter Erhalt der baulichen Erscheinung möglich ist, wurden zunächst niedergebügelt. Auf eigene Faust entwickelten wir mit der Unterstützung zweier Fachfirmen ein tragfähiges Sanierkonzept mit entsprechender Kostenkalkulation. Es wurden uns hierfür keine Pläne oder andere Unterlagen zur Verfügung gestellt, im Gegenteil: man warf uns Eigenmächtigkeit vor und untersagte uns schließlich sogar weitere Schritte. Im Ergebnis kam zutage, dass eine umfängliche Sanierung für etwa ein Zehntel der von Stadtseite prognostizierten Kosten möglich ist. Einzig die CSU erkannte den Wert unserer Vorleistungen und dank der persönlichen Unterstützung von Stefan Krimmer konnten wir uns schlussendlich durchsetzen.

Kurz vor Weihnachten 2025 konnten die Innengerüste nach erfolgter Sanierung der Brandschutzanstriche, der Erneuerung der Glashalteprofile, der Erneuerung einiger der Dachgläser und des Sonnenschutzes, entfernt und das Foyer wieder seiner Bestimmung übergeben werden.