Umzingelt von drei Autobahnen, flankiert von zwei Bundesstraßen, der B13 und der B471, durchquert von einer zweispurigen S-Bahnlinie mit zwei Haltepunkten, mit inner- und überörtlichen Busverbindungen, Angeboten für „die letzte Meile“ und einem inzwischen ganz passablen Radwegenetz kann man sagen: Unterschleißheim ist sehr gut erschlossen. 

Die Umsetzung und Erhaltung all dieser Infrastruktureinrichtungen geschahen in der Regel überparteilich und mit konstruktiver Beteiligung der Freien Bürgerschaft Unterschleißheim e.V.

Dennoch verbleibt in einem solch dynamischen Netzwerk ständiger Erweiterung-, Korrektur-, Ergänzungs- und Optimierungsbedarf. 

An der Unterführung mit ihren ganz speziellen Mängeln lässt sich leider nichts mehr ändern. Das von uns seit Jahren geforderte kleine Optimierungspotenzial durch eine kurze Linksabbiegerspur für den Verkehr aus der Raiffeisenstraße wird trotz minimalen Kostenaufwands von der Stadtratsmehrheit immer wieder abgelehnt.

Die Chance aus der Bezirksstraße tatsächlich eine „Flaniermeile“ machen zu können, ist ebenso vertan. Gegen jede Vernunft wurde dieser für Unterschleißheim so wichtige Einzelhandelsschwerpunkt mit zusätzlichen Funktionen zugeballert, dass die Nutzung des Gewerbeangebotes kaum mehr möglich ist. Wer kann, meidet diese Straße, da alleine für den halben Kilometer Durchfahrt im Normalbetrieb 5 -10 Minuten aufgewendet werden müssen. Das bisschen Straßenquerschnitt ist nicht geeignet, normalen PKW-Verkehr mit Parkbewegung, zwei Buslinien, Rad- und Scooter-Betrieb aufzunehmen, bei gleichzeitiger Fehlnutzung der verbliebenen Gehwege als Freischankflächen für wenige besonders privilegierte Betriebe.

Der erfolgreiche Kampf der FREIEN WÄHLER Bayern gegen die Straßenausbaubeitragssatzung hat sich 2018 unmittelbar für die Anlieger der Südlichen Ingolstädter Straße ausgewirkt. Wir haben erfolgreich verhindert, dass die horrenden Ausbaukosten, welche in Folge des Geothermie-Ausbaus für nur wenige Anlieger fällig geworden wären, abgerechnet werden mussten.

Die von den Freien Bürgern vor einigen Jahren bereits mehrfach geforderte Verlegung des Fußgängerüberweges mit Ampelanlage über den Münchner Ring bei der Einmündung der Ingolstädter Straße, von der Tankstellenseite nach Westen vor die Bäckerei, wird nun Anfang des neuen Jahres nach etlichen Ablehnungen erst jetzt, aus aktuell tragischem Anlass, endlich umgesetzt. 

Sie kennen sicher alle den „Schildbürger“-Kreisel an der Kreuzung Johann-Schmid-Straße Lilienstraße. Seit Jahren versucht die Freie Bürgerschaft den Stadtrat zu bewegen, diesen sinnfreien Stricheverhau endlich zu überpinseln – ohne Aussicht auf Erfolg. 

Im Kampf gegen das E-Scooter-Chaos überall in der Stadt beschloss der Stadtrat Ende 2023 vertragliche Vereinbarungen mit dem Anbieter zu treffen. So wurde beschlossen, das Bezahlsystem für die Scooter an bestimmte Abstellplätze zu koppeln. Innerhalb eines Suchkreisrasters mit je maximal 200m Durchmesser wurden im Stadtgebiet 41 Plätze identifiziert, an welchen diese Abstellplätze eingerichtet werden sollten.

Martin Reichart