Bezahlbare Wohnungen 2
Bezahlbare Wohnungen 2
Schaffung von schnellen, energetisch verbesserten, nebenkostensenkenden, ohne zusätzliche Versiegelung und dabei realistisch, preiswerten Wohnungen
Wie vor der Wahl angekündigt, werden wir, die Freie Bürgerschaft, uns mit einem großen Augenmerk dem Thema Wohnraumschaffung und Verknüpfung von Wohnen und Arbeiten zur Verkehrsvermeidung widmen. Deshalb haben wir Grundstücks- und Bauausschuss für die Freie Bürgerschaft zwei Anträge eingereicht, welche den Boden für kostengünstige und arbeitsplatznahe Wohnbaumaßnahmen ebnen sollen.
Erstens beantragten wir die Gründung einer städtischen Wohnbaugesellschaft mbH als dem Liegenschaftsamt zugeordneten Eigenbetrieb. Unterschleißheim wird sich verstärkt in den Wohnungsmarkt einmischen müssen, um den enormen Bedarf an bezahlbarem Wohnraum zumindest teilweise decken zu können. Zur Schaffung von Klarheit in den Zuständigkeiten, zur Verbesserung betriebswirtschaftlicher Transparenz, zur Erschließung steuerlicher Optimierungspotenziale und Förderprogrammen eignet sich eine kommunale Wohnungs-GmbH bestens. Durch einen solchen vom Haushalt der Stadt weitgehend abgekoppelten Eigenbetrieb entstehen Vorteile bei der Finanzierung, Flexibilität und Eindeutigkeit bei der Verwendung öffentlicher Mittel. Dieser Eigenbetrieb wirtschaftet eigenständig und ohne Gewinnerzielungsabsicht.
Zweitens beantragten wir, dass die Stadt mit dem Eigentümer der nicht ausgebauten Dachgeschosse in der Wohnanlage Mistral-, Robert-Schumann- und Valerystraße Verhandlungen zum Ankauf der Flächen führt. Die grundsätzliche Ausbaubarkeit dieser Immobilie und die Nähe zum Rathausplatz, zur Grundschule und dem Kinderhaus bieten der Stadt Unterschleißheim eine gute Möglichkeit, Wohnen und Arbeiten in einen räumlichen Zusammenhang zu bringen und einen Teil des Bedarfs an kostengünstigen Wohnungen abzubauen. Dies kommt eigenen Mitarbeitern, Mitarbeitern der Michael-Ende-Schule und des Kinderhauses, Mitarbeitern des Gymnasiums und der Realschule, Mitarbeiter der umliegenden Gewerbebetriebe als auch Geringverdienern zu Gute. Die zusätzlichen neuen Mieter sollten damit ohne ein Auto zu nutzen zum fußläufigen Arbeitsplatz kommen. Die eigentliche Problematik des bereits durch den jetzigen Eigentümer selbst voran getriebenen Vorhabens liegt in der Schwierigkeit, den Stellplatznachweis in ausreichender Höhe führen zu können. Die Stadt als Bauherr und Eigentümer hätte jedoch die Möglichkeit, über die Herabsetzung des Stellplatzschlüssels und über mietvertragliche Vereinbarungen hiervon abzuweichen.
Für diese neuen Wohnungen müssen k e i n e weiteren Flächen versiegelt werden. Zu dem besteht die Möglichkeit bei einem Wärmedurchgangskoeffizienten kleiner gleich 0,14 erhebliche Fördermittel zu erhalten. Ebenso kann bei rechtzeitiger Bauantragsstellung die Sonder AfA von 5% beansprucht werden.
Bei einem Kaufpreis von ca. € 1.000,-- pro m² Dachwohnung und realistischen Ausbaukosten von € 2.000,-pro m² Dachwohnung erreicht man den break even ab € 10,-- pro m² Wohnfläche. Die nicht umlegbaren Kosten als auch die kaufmännische Abschreibung als auch die Finanzierungskosten sind ab € 10,-- pro m² Nettokaltmiete erreichbar. Ein weiterer Vorteil besteht für alle Bewohner der Anlage auf Grund der Reduzierung der Fixkosten im Nebenkostenblock, da sich diese auf eine wesentliche höhere Zahl von m² verteilen.
Jetzt sollte nur noch der 1. Bürgermeister Herr Böck beweisen, dass er willens und fähig ist einen kreativen Antrag der Freien Bürger Unterschleißheim zur Verbesserung der Wohnsituation der Bürger in Unterschleißheim mit Leben zu füllen. Die Freien Bürger unterstützen den 1. Bürgermeister Herrn Böck jederzeit mit Tatkraft und Fachwissen.
Martin Reichart Richard Salzmann
Vorsitzender Freie Bürgerschaft Projektentwickler und Mitglied Freie Bürgerschaft